Der FC Klingnau gibt sich gegen den letztplatzierten FC Windisch keine Blösse und gewinnt mit 4:1. Somit bleibt das Aufstiegsrennen weiter spannend.

 

von Alessandro Crippa

Im Fussball gibt es keine leichten Gegner, heisst es immer. Und das trifft wohl auf keine Liga besser zu als auf die 2. Liga im Aargau. Auf dem letzten Platz liegt der FC Windisch und dennoch gewinnt auch dieser ab und an Spiele. Nicht aber gegen den FC Klingnau.

Die Städtli-Kicker machten nämlich gleich zu Beginn deutlich, wer der Chef auf dem Platz ist. Nexhdet Gusturanaj war schon nach drei Minuten für den ersten Treffer besorgt. Einen Eckball von Valon Ahmetaj verlängerte Eddy Bektasi per Kopf. Topscorer Gusturanaj wartete am zweiten Pfosten und musste nur noch einschieben.

 

Drei Tore vor dem Pausenpfiff

Dass Klingnau danach nicht gleich nachliess und Windisch das Feld zugestand, zeugt von Qualität. Nur drei Minuten nach dem ersten Treffer versuchte der hinterste Verteidiger des FC Windisch, Florian Adili auszuspielen. Dieser zeigte aber guten Einsatz und nahm ihm sogleich den Ball ab. Danach konnte er alleine auf den Torhüter ziehen, den er mit einem sicheren Schuss in die rechte Torecke bezwang.

2:0 also. Die Entscheidung nach sechs Minuten? Natürlich konnte man nicht die Hand ins Feuer legen, aber Windisch machte am Freitagabend sicherlich nicht das beste Spiel. Torchancen gab es keine nennenswerten mehr bis zur Pause.

Dennoch konnte Klingnau mit einem Drei-Tore-Vorsprung in die Kabine gehen. Nach einem Freistoss aus der Windischer Platzhälfte in den Strafraum missriet Verteidiger Misic der Klärungsversuch. Der Ball flog über seinen Torhüter hinweg ins eigene Netz. Das war nun die Entscheidung.

 

Gezaubert ohne Ertrag

Die zweite Halbzeit war etwa eine Viertelstunde alt, als Nexhdet Gusturanaj für das Highlight des Abends sorgte. Er tankte sich auf der rechten Seite des Strafraums durch und schlenzte den Ball herrlich in die linke obere Torecke. Das Tor stellte gleich zweimal ein Jubiläum dar. Es war Gusturanajs 20. Saisontreffer und der 50. seiner Mannschaft in der laufenden Spielzeit.

Klingnau war auf dem besten Weg einen Kantersieg einzufahren. Doch so weit sollte es nicht kommen. Die Mannschaft von Danijel Kovacevic wollte etwas zu viel. Ein Dribbling zu viel hier, ein Zauberpass zu viel da. Die Verspieltheit sollte sich nicht auszahlen. Dennoch war der Trainer nach der Partie nicht unzufrieden mit dem Gezeigten: «Das war ganz okay, auch wenn sich noch einige Fehler eingeschlichen haben.» Dass man das Tempo bei einem solch hohen Vorsprung etwas rausnehme, sei klar und er verstehe das auch, meinte er weiter.

 

Nächster Gegner spürt den Frühling

Kurz vor dem Ende der Partie kam Windisch doch noch zu einem Ehrentreffer. Nach einem Freistoss der Gäste wollte ein Klingnauer Verteidiger sein Gesicht vor dem Ball schützen. Er tat dies mit der Hand. An diese prallte der Ball, der Elfmeterpfiff daher berechtigt. Juan Carlos Garat verwandelte ihn und sorgte so für das 4:1-Endresultat.

Kovacevic meinte: «Das war ein Pflichtsieg. Den haben wir geschafft, also Ziel erreicht.» Das nächste Zeil heisst Mellingen. Der nächste Gegner der Städtli-Kicker ist mächtig im Aufwind, hat sich auf den sechsten Rang vorgekämpft. Das Spiel in der Reuss-Stadt wird am Samstag um 18 Uhr angepfiffen.

Das Aufstiegsrennen ist weiter spannend, denn Gränichen hat auch wieder gewonnen und bleibt somit punktgleich mit Klingnau. Hingegen hat Leader Wettingen in Aarau 0:0 gespielt. Die Limmattaler haben nun 36 Punkte, Gränichen und Klingnau lauern mit 35 dicht dahinter.

 

Telegramm: FC Klingnau – FC Windisch 4:1 (3:0) – Tore: 3. Gusturanaj 1:0, 6. Adili 2:0, 39. Eigentor Misic 3:0, 60. Gusturanaj 4:0, 84. Garat (Foulpenalty) 4:1

Aufstellung: Meier; Juric, Bektasi, Paraszhidisz (63. Kipoy), Kabashaj; Gjokaj (46. Aliaj), Kalyon, Maloki (69. Stauffer), Ahmetaj; Adili; Gusturanaj.