Der Fussballclub vom Stausee steht vor einer wegweisenden Veränderung. Der Vertrag mit Trainer Danijel Kovacevic wird nicht verlängert. Bis Saisonende bleibt er aber an der Seitenlinie und versucht, den in die Ferne gerückte Aargauermeistertitel noch zu holen.

Vor zweieinhalb Jahren erhielt der damalige FC Klingnau Stürmer Danijel Kovacevic die Chance, eine intakte Aktivmannschaft zu trainieren. Er durfte von Radi Schibli eine motivierte Truppe übernehmen. Unterstützt wurde „Kova“ seit eineinhalb Jahren vom Assistenten Goran Duvnjak. Die treue Seele, Daniel Ferrari, stand den beiden als Betreuer stets zur Seite und unterstützte sie im organisatorischen und medizinischen Bereich. Das Trio konnte in dieser Zeit schöne Erfolge verbuchen. Dazu gehören der Aargauer Cupsieg, die zwei Schweizercupspiele gegen Bramois und Chiasso sowie der zweimalige Vizemeistertitel in der 2. Liga Aargau.

Zusammen den Cupsieg geholt: Danijel Kovacevic und Goran Duvnjak. (Archivbild: A. Crippa)

Trotz dieser erfolgreichen Zeit wird der FC Klingnau im Sommer die Zusammenarbeit beenden und die Verträge nicht verlängern. Die Trennung erfolgt im Guten, ohne Misstöne. Es ist ein idealer Zeitpunkt für eine Veränderung. Alle Beteiligten werden sich auch in Zukunft weiterhin in die Augen schauen können. Die Rückrunde dauert noch knapp zwei Monate. Trainer, Betreuer und Spieler sind voller Energie und Motivation. 8 Punkte Rückstand auf den Leader, es sind noch 10 Spiele. Vielleicht klappt das fast Unmögliche doch noch und das Trio kann die Mannschaft als Sieger an einen noch unbestimmten Nachfolger übergeben.

 

Junge, eigene Talente integrieren

Der FC Klingnau hat talentierte eigene A-Junioren und willige Spieler in den total drei Aktivmannschaften. Der Verein setzt in Zukunft mehr auf den eigenen Nachwuchs. Es wird ein Trainer gesucht, welcher die Jungen ausbildet und weiterbringt und diese in die 1. Mannschaft integriert. Eine gesunde Mischung von hungrigen Jungen und erfahrenen Routiniers soll gefunden werden. Sportchef und Präsident werden sich in den nächsten Wochen nach einem geeigneten Trainer umschauen.

Per sofort aus dem Verein abgemeldet hat sich Bora Kalyon. Der ehemalige Kapitän akzeptierte eine Busse und die veränderten Bedingungen vom Präsidenten nicht und hat sich bereits von der Mannschaft verabschiedet. Der FC Klingnau bedankt sich an dieser Stelle bei Kalyon für seinen unermüdlichen Einsatz und wünscht ihm weiterhin alles Gute.

Bora Kalyon ist ab sofort nicht mehr Teil des Klingnauer Kaders. (Archivbild: A. Crippa)

Im Fussball gibt es Veränderungen. Der FC Klingnau schaut positiv in die Zukunft. Am Samstag folgt das Auswärtsspiel um 19 Uhr in Gontenschwil. Bei einem Sieg wären die Städtli-Kicker wieder voll im Rennen. Das Selbstvertrauen ist vorhanden. Am darauffolgenden Mittwoch kommt der noch ungeschlagene Leader aus Kölliken. Spielbeginn um 20.15 Uhr im heimischen Grie.