Dem FC Klingnau ist eine Art Befreiungsschlag gelungen. Zuhause schlägt er den FC Gränichen mit 4:0 und durchbricht damit seine Negativserie.

«Wir haben schönen Fussball gespielt und hinten liessen wir nichts anbrennen», freute sich Trainer Danijel Kovacevic nach dem Sieg gegen Gränichen. Er habe Änderungen im taktischen Bereich vorgenommen, meinte der Trainer zudem, und verriet, dass er dem Gegner absichtlich mehr Ballbesitz zugestanden hatte. Die Variante ging auf, Gränichen hatte Mühe mit dem vielen Ballbesitz. Der FC Klingnau kassierte das erste Mal in diesem Jahr kein Gegentor.

Abwehr hält dicht

Die Klingnauer gingen nach rund 35 Minuten in Führung. Nach einem Eckball von Besnik Golaj stand Polat Günes am zweiten Pfosten goldrichtig. Der Stürmer brauchte nur noch einzuschieben und erledigte diese Aufgabe ohne Probleme. «Wir wollten dann bis zur Pause unbedingt ohne Gegentor bleiben und das ist uns zum Glück gelungen», gibt ein erleichterter Danijel Kovacevic zu Protokoll.

Nach dem Seitenwechsel müssen die Gäste mehr für ihr Offensivspiel machen, bleiben aber an der gut organisierten Abwehr, die ohne den gesperrten Captain Bora Kalyon auskommen musste, hängen. Das eröffnet dem Heimteam mehr Möglichkeiten im Konterspiel. Und diese Möglichkeiten nützt es aus. Nach einer guten Stunde ist es Besnik Golaj, der den zweiten Treffer erzielt. Es ist ein Treffer in typischer «Besnik-Manier». Der Mittelfeldspieler tankt sich gegen zwei Gegenspieler durch und trifft dann aus rund 25 Metern wunderbar in die entfernte linke Torecke. Golaj hat also wieder einmal mit einem Weitschuss der Extraklasse zugeschlagen.

Besnik Golaj hat einmal wieder mit einem Weitschuss zugeschlagen. (Archivfoto: A. Crippa)

Entscheidung durch zwei Einwechselspieler

In den letzten 20 Minuten sorgt das Heimteam dann für klare Verhältnisse. In der 70. Minute ist es der eingewechselte Stjepan Kovacevic, der seinen ersten Treffer für den Club bejubeln darf. Nach einer Flanke von Golaj steht er am zweiten Pfosten goldrichtig und trifft per Kopf. Der dritte Treffer ist die Vorentscheidung zugunsten der Städtli-Kicker.

Den Schlusspunkt setzt zehn Minuten später Meriton Shabani. Ein langer Ball erreichte Shqiprim Thaqaj, der den Ball per Kopf weiterleitet. Shabani kann in der Folge alleine auf Gränichen-Schlussmann Gautschi losziehen. Mit einem überlegten Lupfer bezwingt er den Goalie und lässt sich feiern. Der Sieg war den Klingnauern damit nicht mehr zu nehmen.

Den Drive mitnehmen

Es ist definitiv ein Sieg für die Moral. Der FC Klingnau kommt nach zunächst drei Niederlagen im neuen Jahr zurück auf die Siegesstrasse, was die Beteiligten natürlich freute. Auch dieser Match, bei dem den Klingnauern gleich fünf Stammspieler fehlten, war nicht einfach zu absolvieren. Denn schon nach etwas mehr als einer halben Stunde musste Trainer Kovacevic bereits zwei Spieler auswechseln. Verteidiger Asllan Tafaj wurde aus nächster Nähe mit einem Ball im Gesicht getroffen. Er wurde mit Verdacht auf Hirnerschütterung ausgewechselt. Auch für Franjo Bicvic war die Partie vorzeitig beendet, als er sich eine Verletzung einhandelte. Dennoch gibt es seitens der Spieler auch eine positive Meldung: Nach einer langen Absenz – bedingt durch den Militärdienst – gab Ernest Basilua sein Comeback für den FC Klingnau.

Danijel Kovacevic konnte nach der Partie zufrieden sein mit seiner Mannschaft. (Bild: A. Crippa)

Nach dem Sieg liegen die Städtli-Kicker neu auf dem dritten Rang. Er hat den FC Rothrist überholt, der zuhause dem Leader aus Kölliken ein 1:1 abgetrotzt hat. Die nächste Partie bestreiten die Klingnauer am kommenden Samstag beim zehntplatzierten FC Gontenschwil. Dort will man den nun erhaltenen Schwung mitnehmen. Kovacevic sagt: «Dieses Ergebnis heute tut uns gut. Ich hoffe, wir können nun eine positive Serie starten. Aus der negativen haben wir gelernt.»

Aufstellung FC Klingnau:

Meier; Kabashaj, Maloki, Tafaj (32. Shabani), Juric; Bicvic (35. S. Kovacevic), Golaj (83. Basilua), Paraszhidisz, Gjokaj; Günes, Thaqaj.