Nach der fünften Niederlage im sechsten Spiel muss der FC Klingnau bald aus seiner Phase des Nicht-Erfolges finden. Ansonsten wird es schneller ungemütlich, als ihm lieb ist.

Es ist eine neue Situation für den FC Klingnau. Nach dem Aufstieg im Jahr 2015 in die 2. Liga fand er dank einem Startsieg sogleich den Tritt. In der Folge entwickelte er sich zum Spitzenteam in der höchsten Aargauer Liga, stieg im Sommer dann sogar in die überregionale 2. Liga inter auf. Nach sechs Spielen und fünf Niederlagen findet er sich aber am Tabellenende wieder. Will er wieder aus den unteren Regionen weg, müssen dringen Siege her.

Erst ein Sieg

Nach der Niederlage vom Sonntag – der FC Klingnau unterlag den Eagles aus Aarau mit 1:2 – redet Trainer Gianluca Pasanisi Klartext. Er sagt: „Wir brauchen mehr Ordnung in unserem Spiel und dürfen nicht nur mit der Brechstange ins Geschehen steigen, wenn wir mal im Rückstand sind.“ In der Tat ist sich Klingnau in der neuen Saison Rückstände gewohnt – einzig gegen den FC Olten konnte man einen solchen am Ende noch in einen Sieg ummünzen. Nach dem verlorenen Startspiel gegen Freienbach feierten die Zurzibieter gegen den Vertreter aus dem Kanton Solothurn einen 3:1-Heimsieg. Es ist bisher der einzige in dieser Saison.

Kein Grund zur Hektik

Gegen die Aarauer Eagles hatten die Klingnauer wieder einmal viele Chancen, nutzten sie aber nicht. Schon früh gerieten sie in Rückstand. Altin Gashi profitierte von einem individuellen Fehler und markierte das 1:0. In der zweiten Halbzeit kamen die Gäste aus dem Zurzibiet dann zum Ausgleich, Nexhdet Gusturanaj traf per Elfmeter. Eine Viertelstunde vor Schluss wurde Altin Gashi zum Doppeltorschützen und stellte auf 2:1. Die Klingnauer waren nicht in der Lage, das Ruder herumzureissen, obschon sie mit einem Mann mehr agierten. Von der 66. Minute an spielten die Hausherren nur noch zu zehnt. „Am Ende hat uns über die gesamte Spieldauer gesehen einfach auch die letzte Konsequenz gefehlt“, merkt Pasanisi an.

„Es gab noch keinen Grund zur Hektik, aber wir haben etwas den Kopf verloren nach dem zweiten Gegentreffer“, bilanzierte Pasanisi, der trotz fünf Niederlagen den Teufel nicht an die Wand malen will. „Unsere Gegner waren echt stark, jetzt müssen wir die Geduld wahren.“

Die nächste Chance auf Punkte hat der FC Klingnau am Sonntag. Er spielt zuhause gegen den FC Lachen / Altendorf auf dem Sportplatz Grie. Anpfiff ist um 16 Uhr.