FC Hergiswil vs. FC Klingnau (0:2) 2:4
Spannender Fight bei Dauerregen: FC Städli gewinnt in Hergiswil mit 4:2
Der lange Weg nach Hergiswil: Das kleine Städli kämpft im Regen um einen Punkt
Am Mittwochabend reiste das kleine Klingnau über weit 98 km zum FC Hergiswil. Hergiswil liegt an der Grenze zum Kanton Luzern und ist im wunderschönen Nidwalden beheimatet. Die Spieler trafen individuell mit dem eigenen Pkw ein, doch die Anreise verzögerte sich je nach Standort ihrer letzten Baustelle oder ihres letzten Kunden Termins bis zu zwei Stunden durch den Feierabendverkehr.
Schon bei der Ankunft harrten alle Teamszustände mit einem Fragezeichen im Kopf: Wird das Spiel überhaupt angepfiffen? Der Heimtrainer und unser Coach waren sich schnell einig: „Wir sind so weit gefahren, es kann nicht gespielt werden.“ Statt einer üblichen Teamsitzung machten die Trainer zunächst einen kurzen Spaziergang mit dem Schiri-Trio auf dem Platz. Währenddessen wurde die Entscheidung getroffen, es doch mit dem Spiel zu versuchen – man wollte erst einmal starten und dann weitersehen.
Durch diese unerwartete Verzögerung blieb nur wenig Zeit für eine sorgfältige Teambesprechung. Dann hieß es: „Runter unter Petrus!“, denn der Regen prasselte unaufhörlich auf die Anlage. Trotz der widrigen Bedingungen und der Unsicherheit, ob das Spiel überhaupt stattfinden würde, waren die Spieler bereit, alles zu geben. Es war ein Kampf gegen die Elemente – und die Zuschauer, die sich trotz Dauerregens eingefunden hatten, erlebten eine spannende, packende Partie.
Der Himmel öffnete seine Schleusen, Dauerregen prasselte auf die Anlage – doch die Spieler ließen sich davon nicht abschrecken. 111 Zuschauer hatten sich trotz der widrigen Bedingungen eingefunden. Schon in der 6. Minute sorgte Fortune Till Karagnara Oumar für erste Aufregung: Im Laufduell auf der linken Seite spielte er den Ball in die Mitte, wo kein Stürmer zum abgemachten Zeitpunkt stand. Doch Alexandre Steeve Mlinde war zur Stelle, legte ab auf Andrej Kapetanovic, der mit einem satten Schuss das 1:0 erzielte – ein Auftakt, der Hoffnung auf mehr machte.
Hergiswil gab sich nicht geschlagen. Mit ihrem schnellen Außenläufer Yves Zurkirchen versuchte die Heimmannschaft immer wieder, die Gäste zu überlaufen, doch Keeper Robin Süess war sicher und hielt, was zu halten war. In der 23. Minute zeigte Haris, warum er heute in Fahrt war: Nach einer genialen Finte und der Vorlage von Andrej Kapetanovic zog er ab – das 2:0 für die Städli-Kicker, der Trainer im Stadion erkannte einen „Ronaldinho-moment“, was Andrej an diesem Abend gemacht hatte.
Doch die Gastgeber gaben nicht auf. In der 43. Minute kam es zum Duell Yves gegen Robin im Strafraum – Robin behielt die Oberhand, der Schuss landete über das Tor, und die Gäste atmeten durch. Zur Pause stand es knapp, aber die Spannung blieb spürbar.
Kurz nach Wiederbeginn musste der Heimtorhüter ausgewechselt werden – ein Schock für Hergiswil. Doch Laurin Häfliger kam mit einem Traum-Schlenzer und verkürzte auf 1:2. Plötzlich war die Stimmung wieder offen. Die Gäste standen nun etwas wackelig, doch in der 63. Minute zeigte Livio Lombardo mit einem tollen Schuss nach schnellen Kombinationen auf dem rechten Flügel,
Der Ausgleich war verdient.
Der Kampfgeist der Städli wurde in der Folge belohnt. In der 76. Minute landete ein langer Ball in der 16er, Fabio Mathis hatte mühe den langen Flugball sich zu krallen und liess ihn vor den Füsse von Haris fallen, dieser sagte danke und schob zum – 3:2! Die Hergiswiler hatten alles versucht, doch Haris war heute nicht aufzuhalten: In der 81. Minute spielte Marjan in den Lauf, Haris vollendete mit einem geschickten Chipball – sein Hattrick war perfekt, der Endstand: 4:2.
Trotz aller Widrigkeiten kämpfte sich das Team zum verdienten Sieg. Die Mannschaft freut sich bereits auf den nächsten Einsatz am Samstag um 18:00 Uhr gegen den FC Castello aus dem Tessin – lautstarker Support ist garantiert!



