Im Winter suchen sich die Fussballer jeweils eine Alternative zu den Aktivitäten auf dem Rasen. In Klingnau spielen sie Futsal – mit grossem Erfolg.

Gefrorenes Geläuf und Schilder mit «Rasen gesperrt». Das ist die aktuelle Situation auf den meisten regionalen Fussballplätzen. Damit die Trainings der Fussballer nicht ausschliesslich auf den Strassen oder in den Wäldern aus kilometerlangen Läufen bestehen, suchen sich die Sportler eine Alternative. In Klingnau haben sie diese im Futsal gefunden – eine Form des Hallenfussballs.

Einmal pro Woche – am Freitagabend – trifft sich eine Gruppe Klingnauer zum Futsal. Trainer ist Brahim Maloki. Er erfreut sich derzeit über eine hohe Trainingspräsenz und über erfolgreiche Spiele. Nach fünf Runden stehen die Klingnauer auf Platz 2 und das in der zweithöchsten Liga der Schweiz. Am Ende der letzten Saison konnten sie den Aufstieg realisieren und nun läuft es weiterhin gut. «Wir haben eine coole Truppe beisammen, die motiviert ist. Zusammen können wir viel erreichen», sagt Maloki, der nicht nur an der Seitenlinie steht, sondern selbst auch noch mitspielt.

Trainer hat «seine» Nummer weitergegeben

Weil es so gut läuft, steigen auch die Ambitionen. «Wir fahren nicht in die Ostschweiz, um zu verlieren». Die Gegner in der Klingnauer Gruppe kommen vorwiegend aus dem Osten des Landes. Im letzten Spiel des vergangenen Jahres lagen die Klingnauer zwischenzeitlich mit 1:5 in Rückstand, drehten die Partie aber noch und gewannen mit 7:5. «Wir liessen die Köpfe hängen, als wir im Rückstand lagen. Dann sagte ich, dass das nicht sein könne, wenn wir schon so weit gefahren sind», erklärt Maloki.

Dass Maloki Spielertrainer ist, bringt keine Probleme mit sich, selbst wenn er einige Spieler jeweils zuhause lassen müsse. «Es macht keinen Sinn, wenn wir zu fünft auf dem Feld stehen, aber 17 Spieler dabei haben.» Wenn man schon einen ganzen Sonntag opfere, sollte man auch genügend spielen dürfen, befindet der Spielertrainer. Er selbst spielt zwar, will sich aber nicht in den Vordergrund stellen. Das zeigt sich zum Beispiel an der Tatsache, dass er «seine» Nummer 7 einem anderen Spieler überlassen hat.

Am Sonntag steht eine Futsal-Runde in Klingnau an. In der Schützenmatt-Turnhalle finden um 11 Uhr, 13 Uhr und 15 Uhr Spiele statt. Die Lokalmatadoren stehen im letzten Spiel auf dem Feld. Sie treffen dabei auf die Futsal Löwen aus Zürich. Brahim Maloki wird auch dann wieder an der Seitenlinie und auf dem Spielfeld stehen und versuchen, weitere drei Punkte zu holen.