Schwere Niederlage FC Klingnau – AS Castello 1:3 (1:1)
Am letzten Samstag hatten wir den ersten von insgesamt vier tessinischen Gegnern. Der AS Castello reiste mit dem Zug nach Klingnau, die Fahrt dauerte etwa 3,5 Stunden. Die Ausgangslage schien vielversprechend, doch es kam ganz anders, als wir es uns gewünscht hätten.
Zwar gingen wir in Führung, und zwar in der 17. Minute. Fortune Till Karagnara Oumar erzielte das Tor nach toller Arbeit seines Flügelkollegen Alexandre Steeve Mlinde, der den Ball souverän abstaubte und den vielumjubelten Treffer erzielte. Leider konnten wir die Führung nur drei Minuten lang verteidigen.

In der 16. Minute wurde ein langer Ball von der linken Seite geschlagen, bei dem Tomislav Vranjes den Flankenball falsch einschätzte. Durch Störungen konnte Riccardo Brusoni den Ball per Kopf ausnutzen und zum Ausgleich einköpfen. Der gut agierende Schiedsrichter der viele Stürmer Fouls gepfiffen hat gegen den FC Klingnau, sah wohl dieses Foul hier nicht.
In der 26. Minute hatten wir per Elfmeter die Chance, erneut in Führung zu gehen. Doch an diesem Tag war nicht Haris’ Tag. Der sonst treffsichere Schütze verschoss, und so blieb es beim 1:1. Mirco Martinazzo entschloss sich richtig und entschärfte den Penalty.
Vor der Pause kam es noch zu einer Rudelbildung, bei der Schiedsrichter Riccardo Brusoni die Ampelkarte zeigte. Damit ging es in die Kabine.
Das Trainergespann appellierte an die Mannschaft, mehr Geduld aufzubringen und die Einstellung unbedingt zu verbessern. Sie glaubten fest daran, an diesem Samstag noch etwas Zählbares zu holen – sogar mit einem Mann mehr auf dem Platz. Leider zeigt sich im Fußball häufig, dass ein Mann mehr nicht immer Vorteile bringt.
Nach Wiederanpfiff passierte Kevin Sleiman, der sonst sehr sicher spielt, eine Annahmefehler, die auf diesem Platz oft vorkommt. Castello eroberte den Ball und schickte Mato Cutunic, den Top-Scorer, in die Gasse. Dieser zeigte seine Klasse und schoss mit Wucht das Führungstor – bereits in der 46. Minute.
Die Klingnauer versuchten, das Ergebnis zu korrigieren, scheiterten jedoch entweder an ihrem starken Torhüter Mirco Martinazzo oder an ihrer eigenen Unzufriedenheit mit sich selbst. In der 67. Minute erhöhte Castello auf 1:3, nach einem Eckball durch Samuele Lago.
Während des Spiels zeigte Tomislav Vranjes immer wieder mit tollen Aktionen, dass das Ergebnis nicht höher ausfallen sollte.
Fazit des Spiels:
Im dümmsten Moment des Spiels, als die Fans und Mannschaft noch voller Hoffnung waren, vergab unser Schütze den Elfmeter – ein entscheidender Augenblick, der alles auf den Kopf stellte. Kurz darauf, in der 46 Minuten im ungünstigsten Moment, kassierten wir das zweite Tor – ein harter Stich, der unser gesamtes Spielgefühl erschütterte. Es schien, als würde alles gegen uns laufen.
Doch genau in diesem Moment wurde der Mannschaft klar, worauf es wirklich ankommt. Sie haben gespürt, dass nur eine Einstellung voller Leidenschaft, unbändigem Willen und gegenseitiger Unterstützung den Unterschied macht. Es wurde deutlich: Nur durch Kämpfen, Raufen, Rennen und das uneingeschränkte Für- und Miteinander auf dem Platz kann man Punkte holen, egal, wer Gegner ist oder wie schwer die Hürde auch sein mag.
Dieses Spiel hat uns ihre Stärke gezeigt: Dass Not und Rückschläge nur den Ansporn sind, noch mehr für den Sieg zu brennen. Es sind die Momente voller Frustration und Schmerz, die die wahre Einstellung offenbaren. Und genau diese Einstellung haben sie jetzt, das Wissen, dass nur gemeinsames Kämpfen und ungebrochener Wille sie wieder nach vorne bringt. Denn wer bereit ist, für jeden Meter zu kämpfen, der hält auch bis zum Schluss durch. Und nur so ist im Fußball alles möglich.
- Wer nicht kämpft, weiß nicht, wie sich ein Sieg anfühlt.
Die Mannschaft reist am Winzersamstag 04.10.2025 nach Locarno, um dort eine Reaktion zu zeigen.



