Nach der Niederlage gegen Othmarsingen finden die Städtli-Kicker auch im Freiamt nicht zum Siegen zurück. Gegen den FC Mutschellen setzt es eine 4:1-Niederlage ab, obschon die Leistung nicht besorgniserregend war.

Nach dem ersten Auftritt im neuen Jahr konnte Trainer Danijel Kovacevic mit seiner Mannschaft wahrlich nicht zufrieden sein, wenn sie auch unter den vielen Abwesenden litt. Nun findet er nach der Niederlage gegen den FC Mutschellen trotzdem lobende Worte für seine Mannschaft: «Wir haben die Sache 50 Minuten ganz ordentlich gemacht, nur sind wir für unsere Bemühungen nicht dementsprechend belohnt worden.»

Auf Rückstand reagiert

Wie schon eine Woche zuvor sah sich der FC Klingnau mit einem frühen Rückstand konfrontiert. Nach einem Ballverlust in der eigenen Platzhälfte kam der Ball zu Stürmer Vincenzo Merendino. Dieser fackelte nicht lange und verwertete zum 1:0.

Daraufhin nahmen die Gäste das Heft aber definitiv in die Hand und intensivierten ihre Angriffsbemühungen. Nach 20 Miunten wurden sie dafür belohnt. Krisztian Paraszhidisz verwandelte einen Freistoss aus 22 Metern direkt und wunderbar platziert im linken oberen Toreck. Die Hoffnung war zurück und Klingnau spielte weiter munter nach vorne. Dennoch gelang bis zur Pause kein Treffer mehr, es stand also remis nach 45 Minuten.

Riesen rettet Mutschellen

Auch in der zweiten Hälfte waren noch keine fünf Zeigerumdrehungen vergangen, als der Ball im Tor der Klingnauer lag. Erneut liess sich Vincenzo Merendino als Torschütze feiern. Nach einem weiten Abschlag von Goalie Fabian Riesen unterlief Arbnor Gjokaj den Ball und das Leder landete beim Mutschellen-Stürmer. Dieser behielt die Nerven und bezwang den Debütanten im Klingnauer Tor, Beytullah Köroglu sicher zum 2:1.

Schnellstmöglich aufstehen: Der FC Klingnau braucht dringend wieder Punkte. (Bild: A. Crippa)

In der Folge war Klingnau wieder bemüht, den neuerlichen Ausgleich zu markieren, doch es klappte nicht. Shqiprim Thaqaj und Besnik Golaj waren mit ihren Versuchen nicht erfolgreich. Mehr als einmal konnte sich das Heimteam bei seinem Torhüter Riesen bedanken, der eine hervorragende Partie ablieferte. Die Nomination zum AFV-Allstar-Game am Ende der letzten Saison hat sich der Torhüter definitiv verdient.

Die individuellen Fehler abstellen

Nach 82 Minuten fiel in Widen auf der Burkertsmatt die Entscheidung. Nach einem Ballverlust von Polat Günes in der Vorwärtsbewegung konterten die Hausherren schnell und gefällig. Thierry Huber erhöhte schlussendlich auf 3:1 und liess die Klingnauer Hoffnungen auf einen Punktgewinn platzen. In der Nachspielzeit bekamen die Gastgeber gar noch einen Penalty zugesprochen, als sich Nikita Juric im Strafraum nur noch mit einem Foul zu helfen wusste.

«In der Pause habe ich keinen Gedanken daran verschwendet, dass wir verlieren könnten», gab Kovacevic nach dem Spiel zu Protokoll. «Wir haben durch vier individuelle Fehler unsere Gegentore erhalten. Das müssen wir unbedingt abstellen!» Damit hat der Trainer absolut Recht, denn im nächsten Spiel sind auf keinen Fall solche Fehler erlaubt. Der FC Klingnau trifft bereits morgen Dienstag im Cup-Viertelfinal auf den FC Sarmenstorf aus der dritten Liga. Der Anspruch ist klar: Der Halbfinaleinzug muss her.

Der Cup verzeiht keine Fehler

Nach der Niederlage rutscht Klingnau auf den vierten Platz ab, muss sich von Mutschellen und Rothrist überholen lassen. Da Leader Kölliken seine Aufgabe erfüllte und den FC Frick gleich mit 5:1 besiegte, ist der Rückstand des FC Klingnau auf die Tabellenspitze nun auf satte zehn Punkte angewachsen. Vom Aufstieg, der in der Winterpause ins Visier genommen wurde, mag daher niemand sprechen. Danijel Kovacevic meint: «Kölliken müssen wir vergessen. Nun fokussieren wir uns auf die Aufgabe im Cup und wollen dort siegreich sein. Aber es wird ein schwieriges Spiel. Der Cup verzeiht keine Fehler.»

FC Klingnau: Köroglu; Gjokaj, Paraszhidisz (46. Günes), Kalyon, Juric; Bicvic (75. Shabani), Renna, Jelec, Maloki (84. S. Kovacevic); Thaqaj, Golaj.