Lange mussten sie auf den zweiten Saisonsieg warten, beim Gastspiel im Kanton Schwyz wurde er endlich Realität. Die Städtli-Kicker gewinnen im Klosterdorf am Ende hoch, aber nicht unverdient.

Der Stein war riesig, der Gianluca Pasanisi und dem gesamten FC Klingnau vom Herzen gefallen ist. Nach dem Gastspiel in Einsiedeln wissen die Zurzibieter Fussballer, dass sie doch noch gewinnen können. Nach zuletzt sieben Spielen ohne Sieg in Folge gewannen sie auswärts verdient mit 1:4.

Neuer Spieler mit perfektem Einstand

Einer der sich beim Sieg gleich bestens eingefügt hat, ist Teke Orug. Der Mittelfeldspieler läuft neu für den FC Klingnau auf, nachdem er zuletzt beim SC Schöftland engagiert war. Der junge Mann konnte auch gleich im ersten Spiel für den neuen Verein ein Tor erzielen. Nach einem Konter brachte er die Gäste in Einsiedeln nach einer halben Stunde mit 0:1 in Führung. Zuvor war 30 Minuten lang wenig bis gar nichts los im Spiel der beiden Tabellenletzten. Nach dem Gegentreffer kamen die Hausherren etwas besser ins Spiel, die Klingnauer verteidigten sich aber geschickt und nahmen ihren knappen Vorsprung mit in die Kabine. Ein gutes Gefühl.

Kann wieder lachen: Besnik Golaj. (Archivbild: A. Crippa)

Falsche Entscheidungen getroffen

Nach dem Seitenwechsel startete die Partie mit einem Rückschlag für den FC Klingnau. Rusmir Mujanovic versenkte einen technisch einwandfreien Schlenzer im Tor der Klingnauer, Fatlind Bytyqi konnte nichts mehr ausrichten. Jetzt war das Team von Trainer Gianluca Pasanisi definitiv wieder gefordert. Es galt, den Kopf nicht zu verlieren – anders als in den letzten Spielen. Und es gelang. Die Gäste zeigten sich kämpferisch, liessen hinten nicht viel zu.

Nach etwas mehr als einer Stunde, knapp 20 Minuten nach dem Ausgleich, gingen sie wieder in Führung. Shqiprim Thaqaj war dafür verantwortlich. In der Folge hätten die Gäste die Partie entscheiden können, taten sich aber vor dem Tor schwer – oder trafen in Konter- und Überzahlsituationen die falschen Entscheidungen.

Gemeinsames Mittagessen als neues Erfolgsrezept?

So wurde es wieder eng – enger als eigentlich nötig. Die Klingnauer aber bewahrten die zuletzt vermisste Ruhe und einen kühlen Kopf. Am Ende war es der eingewechselte Polat Günes, der die Partie entschied. Mit einer feinen Einzelleistung überlistete er die gesamte Abwehr über die linke Seite, zog in die Mitte und schloss mit links ab, der Ball zappelte im Netz. Das 1:3 war Tatsache, bereits lief die 87. Minute. Die Suppe war damit gelöffelt, doch Günes hatte noch nicht genug. Er legte nach einer wunderbaren Kombination noch einen nach – es hiess 1:4.

Polat Günes schiesst den FC Klingnau mit zwei späten Toren zum Sieg. (Archivbild: A. Crippa)

Das war auch das Endresultat. Die Klingnauer verdienten sich den Erfolg mit harter Arbeit und viel defensivem Bewusstsein. Dank dem Erfolg gaben die Klingnauer die Rote Laterne gleich an den FC Einsiedeln ab.

Trainer Pasanisi war dementsprechend erleichtert über den Sieg: «Mehrmals konnten wir unsere Klasse zeigen. Wir haben die Ruhe bewahrt, auch als wir das Gegentor kassiert haben. Diesmal haben die Jungs genau das umgesetzt, was wir vor dem Spiel und in der Pause besprochen haben.» Apropos Besprechungen vor dem Spiel: Die Klingnauer trafen sich bereits früh, um 13.30 Uhr, in der Fischerstube Döttingen zum gemeinsamen Mittagessen und fuhren mit dem Car nach Einsiedeln. Ob das auch das Rezept ist, wenn es am kommenden Sonntag gegen den SC Schöftland geht. Dem Ex-Club vom neuen Spieler, Teke Orug.

Hinweis I: Matchbericht aus Sicht des FC Einsiedeln
Hinweis II: Das Bild im Header stammt von der Homepage des FC Einsiedeln.