Nach dem Sieg im letzten Spiel reihen die Städtli-Kicker in Gontenschwil keinen zweiten an. Obschon sie kurz vor Schluss in Führung lagen, müssen sie sich mit einem Remis begnügen. Dieses Resultat schmälert die Chancen auf einen Spitzenplatz weiter.

Der Start in die Partie hatten sich die Klingnauer anders vorgestellt. Zwar bekamen sie in den ersten Minuten keine Gegentore, mussten aber früh einen ersten Wechsel vollziehen. Krisztian Paraszhidisz hatte sich am Fuss verletzt. Für ihn kam Stjepan Kovacevic in die Partie.

Zwei Gegentreffer innert Kürze

Nach diesem Wechsel lief für eine kurze Zeit wenig zusammen bei den Gästen. In der 24. Minute verloren sie im Zentrum den Ball und das Gontenschwiler Team konterte blitzschnell. Der Ball gelangte zu Captain Michael Meier, der alleine auf seinen Namensvetter im Klingnauer Tor, Robin Meier, losziehen konnte. Der Gontenschwiler blieb Sieger und schob den Ball überlegt in die rechte Torecke zum 1:0 ein.

Nur drei Minuten später steht es 2:0. Nach einer Flanke versucht Alessandro Renna, den Ball mit dem Kopf zu klären. Dies gelingt nur mässig, woraufhin Goalie Meier es mit einer Faustabwehr versucht, den Ball aber nicht wie erhofft trifft. Das Leder landet bei Dominic Hug, der keine Mühe hat, den zweiten Treffer für seine Farben zu markieren.

Vor der Pause auferstanden

Der FC Klingnau steckt aber keineswegs auf, kommt vor der Pause in die Partie zurück. Nach einer halben Stunde tankt sich Besnik Golaj durch und zieht ausserhalb des Strafraums ab. Sein Ball flattert und schlägt unter der Latte ein. Es war der sechste Treffer in dieser Spielzeit für den Mann mit der Nummer 10. Kurz vor der Pause gelingt den Städtli-Kickern gar noch der Ausgleich. Eine kurze Ecke von Golaj gelangt zu Renna, der den Ball in die Mitte chippt. Am Ende ist es Dawid Skrzypczak, der den Ball ins eigene Tor ablenkt. Die Gäste sind dank dem 2:2 wieder voll im Rennen um den Sieg. Zudem hören sie in der Pause von der ersten Niederlage des Leader Kölliken. Mit einem Vollerfolg könnte man den Abstand auf die Spitze auf fünf Punkte reduzieren.

Thaqaj trifft doppelt

In der zweiten Hälfte ereignet sich wiederum einige Zeit nicht viel Nennenswertes, bis Shqiprim Thaqaj rund 20 Minuten vor Schluss zuschlägt. Der Stürmer wurde in der Mitte vom eingewechselten Nexhdet Gusturanaj, der sein Comeback gab, angespielt und verwandelte ohne grosse Probleme zur erstmaligen Führung der Gäste.

Führt das alleine Torschützenklassement an: Shqiprim Thaqaj. (Foto: A. Crippa)

Nur sechs Minuten später, in der 78. Minute, war es dasselbe Duo, das für das vierte Klingnauer Tor besorgt war. Gusturanaj bringt eine Flanke von der linken Seite in die Mitte und Thaqaj bringt den Ball mit dem Kopf aufs Tor – oder besser gesagt: ins Tor. Neu liegt Thaqaj mit 18 Treffern an der Spitze der Torschützenliste. Etwas mehr als zehn Minuten vor Schluss scheint auf dem «Neumättli» in Gontenschwil die Entscheidung gefallen zu sein.

Zwei späte Gegentore

Der FC Gontenschwil bäumt sich aber noch einmal auf, will mit aller Kraft verhindern, noch weiter in den Abstiegskampf verwickelt zu werden. Es läuft die 80. Minute, als Dominic Hug einen Ball in die Tiefe annehmen kann und aufs Tor zieht. Aus spitzem Winkel gelingt es ihm dennoch, die Kugel in die Maschen zu befördern. Das Tor zum 3:4 weckt noch einmal Hoffnungen bei den Hausherren. Und tatsächlich: Vier Minuten später bekommen sie einen Freistoss zugesprochen, den Sandro Zürcher von der rechten Seite her in den Strafraum schiesst. Mit viel Effet dreht das Leder auf den zweiten Pfosten zu, fliegt an Freund und Feind vorbei und landet schliesslich im Tor, es heisst 4:4 – Fussball verrückt in Gontenschwil.

Der Leader kommt

Für den FC Klingnau sind es im Nachhinein betrachtet zwei verlorene Punkte. Wer in der 78. Minute das Tor zum 2:4 schiesst, sollte den Sieg über die Zeit bringen. Dennoch gab Danijel Kovacevic auch zu bedenken, dass sich seine Mannschaft zuvor von einem Zwei-Tore-Rückstand erholt und in die Partie zurückgefunden hat. Übrigens ist es das erste Unentschieden im 17. Spiel der Saison für den FC Klingnau.

Am Mittwoch bittet der FC Klingnau den FC Kölliken zum Tanz. Der Leader hat gegen Suhr am Samstag seine erste Niederlage in dieser Spielzeit bezogen und war auch sonst nicht über alle Zweifel erhaben im neuen Jahr. Mit einem Sieg können die Klingnauer auf vier Punkte an die Kölliker heranrücken. Dafür darf er aber weder den Start noch den Schluss des Spiels vernachlässigen.

Aufstellung FC Klingnau: Meier; Juric, Renna, Maloki, Kabashaj; Gjokaj, Golaj (80. Basilua), Paraszhidisz (21. S. Kovacevic), Shabani (72. Gusturanaj); Thaqaj, Günes.