Zwischen Improvisation und Engagement: Der FC Klingnau für seine Junioren

Wenn die Infrastruktur fehlt, zählt der Zusammenhalt

Der FC Klingnau spielt in der fünfthöchsten Liga der Schweiz und steht dabei immer wieder vor Herausforderungen, die weit über den sportlichen Alltag hinausgehen. Besonders die Infrastruktur auf der Schützenmatte stellt den Verein zunehmend vor schwierige Situationen. Die Situation auf der Schützenmatte gleicht leider immer häufiger einem Kinder Überraschungs Ei: Spannung und Vorfreude sind vorhanden – doch ob ein Training tatsächlich stattfinden kann, bleibt manchmal bis zur Ankunft ungewiss.

Erneut konnte dort nicht trainiert werden, weil kein Strom zur Verfügung stand. Besonders bedauerlich war, dass die Verantwortlichen im Vorfeld nicht darüber informiert worden waren. Für die Jugendlichen und ihre Familien bedeutet das: Sie bereiten sich auf das Training vor, nehmen den Weg auf sich und erfahren erst vor Ort, dass es nicht stattfinden kann. Solche Situationen sind nicht nur ärgerlich, sondern erschweren auch die Planung und belasten all jene, die sich ehrenamtlich für den Verein engagieren.

Trotzdem möchte der FC Klingnau nicht bei der Kritik stehen bleiben. Wir sind ein Verein, der mit den vorhandenen Möglichkeiten arbeitet, Verantwortung übernimmt und immer wieder versucht, Lösungen zu finden. Unsere Mittel sind begrenzt, unser Anspruch an die Arbeit mit den Jugendlichen jedoch gross. Wir wollen ihnen bestmögliche Bedingungen bieten – auch wenn dies nicht immer einfach ist und vieles durch persönliches Engagement, Improvisation und freiwillige Arbeit aufgefangen werden muss.

Denn Vereinsfussball ist weit mehr als Training, Resultate und Tabellenplätze. Er ist ein Ort, an dem junge Menschen lernen, Verantwortung zu übernehmen, Rücksicht zu nehmen und füreinander einzustehen. Respekt, Anstand, Verlässlichkeit und Sozialkompetenz gehören für uns genauso zur Entwicklung eines Kindes wie technische und taktische Fähigkeiten. Ebenso wichtig sind Offenheit gegenüber unterschiedlichen Kulturen, gegenseitige Wertschätzung sowie ein Bewusstsein für gemeinsame Werte und ethisches Handeln.

Zwischen Herausforderungen und leuchtenden Kinderaugen

Umso schöner ist es, wenn trotz aller Herausforderungen besondere Erlebnisse möglich werden. Dank des grossartigen Engagements der JUKO – insbesondere von Bubba – und in Zusammenarbeit mit dem FC Aarau durften unsere F-Junioren am vergangenen Freitag beim Heimspiel des FC Aarau gegen den FC Rapperswil-Jona als Balljungen im Einsatz stehen.

Für die Kinder war dieser Anlass weit mehr als ein Besuch im Stadion. Sie konnten neue Erfahrungen sammeln, Verantwortung übernehmen und Einblicke in eine Welt des Fussballs gewinnen, die ihnen sonst vielleicht verborgen geblieben wäre. Ihre leuchtenden Augen und ihre grosse Begeisterung haben eindrucksvoll gezeigt, wie wertvoll solche Momente sind.

Gerade in Zeiten, in denen nicht alles reibungslos funktioniert, sind solche Erlebnisse besonders wichtig. Sie erinnern uns daran, weshalb wir uns engagieren: Wir möchten unseren Jugendlichen Chancen eröffnen, sie begleiten und ihnen unabhängig von den verfügbaren Mitteln etwas Wertvolles mit auf den Weg geben.

Ein herzliches Dankeschön gilt allen, die diesen besonderen Anlass ermöglicht haben. Euer Engagement zeigt, was erreicht werden kann, wenn Menschen gemeinsam anpacken und im Interesse der Kinder nach Lösungen suchen.

Hier ein paar Bilder vom letzten Freitag…