In der zweiten Runde trifft der FC Klingnau am Dienstag auswärts auf den FC Muri. Für beide Teams ist es das erste inter-aargauische Duell der Saison, wobei dieses vor allem für einen Klingnauer Spieler ein besonderes Aufeinandertreffen wird.

Wir schreiben den 1. September 2017. Shqiprim Thaqaj absolviert seinen dritten Meisterschaftseinsatz beim FC Klingnau. Der Stürmer erzielt beim 4:3-Sieg gegen den FC Mutschellen in der zweiten Halbzeit einen lupenreinen Hattrick und bringt seiner Mannschaft dadurch den zweiten Sieg im dritten Spiel ein. «Genau dafür haben wir ihn geholt», sagte der damalige Trainer Danijel Kovacevic nach der Partie. Er hatte beim FC Baden noch mit Thaqaj zusammengespielt und wusste um den Torriecher des Stürmers.

Im sportlichen und privaten Glück

Nun nimmt Shqiprim Thaqaj seine dritte Saison im Dress des FC Klingnau in Angriff. Natürlich hofft er darauf, dass er auch in dieser Saison – wie in den vorangehenden – einen Pokal oder Titel gewinnen kann. Neben dem Cupsieg in der ersten Saison feierte er in der letzten Saison den Aufstieg sowie den Titel des besten Aargauer 2.-Liga-Torschützen. Zum sportlichen Erfolg kommt auch noch privates Glück hinzu: Ende Juli wurde er Vater einer Tochter. Im ersten Meisterschaftsspiel gegen den FC Freienbach reichte es zwar noch zu keinen Punkten. Doch eines steht fest: Shqiprim Thaqaj wird auch in dieser Saison wieder einnetzen.

Erfolgreiches Sturmduo: Shqiprim Thaqaj (links) und Nexhdet Gusturanaj. (Bild: A. Crippa)

Einnetzen kann er am Dienstag wieder. Dann trifft der FC Klingnau in der Meisterschaft auf den FC Muri. Es wird das erste Aargauer Derby der noch jungen Saison sein. Für Shqiprim Thaqaj wird es ein ganz spezielles Spiel. Bevor er im Sommer 2017 ins Zurzibiet wechselte, schnürte er seine Fussballschuhe für den FC Muri. Drei Saisons lang spielte er im Freiamt und pflegt noch heute gute Beziehungen zu den Personen rund um den Verein. «Sandro Streuli kenne ich, seit ich 14 Jahre alt bin», sagt Thaqaj über den ehemaligen Captain des FCM. Auch mit dem Hauptsponsor des FC Muri, Hans Huwiler, steht der Klingnauer Stürmer des Öfteren in Kontakt – oder aber auch mit den Leuten, die im «Beizli» arbeiten. Thaqaj sagt mit Blick voraus: «Ich werde wohl schon vor unserer offiziellen Besammlungszeit vor Ort sein und mich mit vielen Leuten unterhalten.» Die Vorfreude Thaqajs auf diese Begegnungen und auch das Spiel sind unverkennbar.

Damals im Jahr 2017: Shqiprim Thaqaj (rotes Trikot) in einem seiner letzten Spiele für den FC Muri (Bild: www.scbuochs.ch)

Muri zuerst im Cup, dann gegen Klingnau

Wie der FC Klingnau (0:2-Niederlage gegen Freienbach) ist auch der FC Muri nicht nach Wunsch in die Saison gestartet. Er erreichte beim FC Einsiedeln lediglich ein 0:0, nachdem er in der letzten Saison noch zwei hohe Siege gegen diesen Gegner einfahren konnte. Der FC Muri hegt Ansprüche auf einen Platz in der Spitzengruppe und daher darf der Saisonstart als eher enttäuschend bezeichnet werden. Am Samstag empfängt er aber im Schweizer Cup den FC Rapperswil-Jona. Wer weiss, vielleicht gelingt den Freiämtern in dieser Partie eine Überraschung. Der FCRJ ist sicherlich nicht die Mannschaft mit dem grössten Selbstvertrauen, stieg sie doch am Ende der letzten Saison aus der Challenge League ab. Das würde den FCM natürlich für das Duell am Dienstag gegen Klingnau beflügeln. Falls dieses Szenario tatsächlich eintrifft, wird der FC Klingnau dennoch gewappnet sein. Trainer Gianluca Pasanisi erwartet so oder so einen spielerisch starken Gegner, gegen den es zu bestehen gilt. Auch wenn Klingnau sicherlich nicht als Favorit in diese Partie (Anpfiff um 20.15 Uhr) gehen wird – er hat immerhin noch Shqiprim Thaqaj in seinen Reihen.