Die Städtli-Kicker haben nach ihrem Aufstieg im vergangenen Sommer keine Vorrunde nach Wunsch gespielt. Mit einem neuen Trainer und viel Zuversicht gehen sie in die Rückrunde.

«Dort, wo wir jetzt stehen, da gehören wir nicht hin», sagt der Captain des FC Klingnau, Brahim Maloki. Seit die Zurzibieter im vergangenen Juni in die 2. Liga interregional aufgestiegen sind, ist es ihnen nicht immer nach Wunsch gelaufen. In der Vorrunde der aktuellen Saison konnten sie nur gerade zwei Siege einfahren, wohingegen sie neunmal verloren. Das hat viel damit zu tun, dass die Mannschaft nicht wie gewünscht auf Rückstände reagieren konnte, manchmal kopflos agierte. Trotzdem glaubt Maloki an die Qualität innerhalb des Teams – und an den Ligaerhalt. Dieser geniesst nun oberste Priorität.

«Alle haben mehr Konkurrenz»

Die Mannschaft geht mit einem neuen Trainer in die Rückrunde. Domagoj Karadza heisst der Mann, der neu an der Seitenlinie steht. Zuletzt trainierte er den FC Neuenhof. Karadza verfolgt einen offensiven Spielansatz. Das ist insofern richtig, weil der FC Klingnau in den 13 Vorrunden-Partien nur gerade 15 Tore erzielen konnte. Nicht zuletzt deshalb hat er auch noch gleich einige Spieler von Neuenhof nach Klingnau mitgenommen, wodurch das Kader verbreitert und die Qualität erhöht werden konnte. «Alle haben jetzt mehr Konkurrenz», sagt Brahim Maloki. «Das ist gut so, denn dadurch muss jeder noch mehr Gas geben.» Als Captain versuche er natürlich, als Vorbild voranzugehen, seine Teamkollegen mitzureissen. Zudem hilft er bei der Integration der neu Dazugestossenen.

Die Ausgangslage nach der Vorrunde war wie folgt: Der FC Klingnau ist Letzter und hat drei Punkte Rückstand auf einen Platz über dem Strich. Vor wenigen Wochen wurde allerdings bekannt, dass sich die Eagles Aarau aus dem Spielbetrieb zurückziehen müssen. Das bedeutet, dass alle Spiele gegen die Aarauer aus der Wertung genommen werden. Dadurch werden jenen Teams, die gegen die Eagles gewonnen haben, drei Punkte abgezogen. Klingnau selbst hat zwar seinen Direktvergleich mit den Eagles verloren, profitiert aber vom Rückzug. Einsiedeln beispielsweise verliert drei Punkte und liegt neu einen Zähler hinter dem FC Klingnau. Dieser schiebt sich auf den drittletzten Rang (die Eagles werden als Schlusslicht geführt) und hat neu nur noch einen Punkt Rückstand auf das rettende Ufer über dem Strich.

Revanche ist angesagt

Vor der Saison sagte Präsident Roger Meier, dass man im Mittelfeld mitmischen wolle. Da es nun anders gekommen ist, sind die Ansprüche gesunken. Der Ligaerhalt steht derzeit über allem anderen. Über allfällige weitere Verbesserungen in der Tabelle würden sich die Städtli-Kicker natürlich auch nicht wehren. Das erste Spiel steht am kommenden Samstag auf dem Plan. Die Klingnauer gastieren beim sechstplatzierten FC Freienbach. Gegen diesen Gegner gab es zum Saisonstart im August eine 0:2-Heimniederlage. Ob die Zurzibieter mit dem neuen Trainer und den neuen Spielern den Spiess nun umdrehen können?