Der FC Klingnau hat in der Vorrunde zu wenig reüssieren können. Dennoch wird das Saisonziel nicht nach unten korrigiert. Der Club aus dem Städtli will in die Top 4. Unter anderem mit neuen Spielern.

 

„Wenn alle Spieler fit sind, ist eine ähnlich gute Rückrunde wie in der letzten Saison möglich.“ Das sagte Klingnau-Präsident Roger Meier nach der Vorrunde, die nicht ganz nach Wunsch ausfiel. Nur Rang 8 ist nicht das, was sich der Verein eigentlich vorgestellt hat.

 

Die Spieler sind nun fit, wie Trainer Danijel Kovacevic informierte. Nach dem letzten Testspiel gegen den Zürcher 2. Ligisten FC Seefeld II zeigte er sich zufrieden, auch wenn seine Mannschaft in der Nachspielzeit noch den 3:3-Ausgleich hinnehmen musste: „Das war ein sehr guter Test. In der ersten Halbzeit konnten wir unser Spiel sehr gut aufziehen und auch gleich zwei Tore erzielen. Das hat mir gefallen.“

 

Neuer Assistenz-Trainer

Die Fitness haben sich seine Schützlinge im Trainingslager in Puerto Banus in der Nähe von Barcelona geholt _ wie im Jahr zuvor. „Die Infrastruktur war wieder hervorragend und das Wetter hat bis auf einen Tag auch gestimmt“, zeigt sich Kovacevic erfreut.

 

Ebenfalls glücklich ist er über seinen neuen Assistenten. Nachdem sich der FC Klingnau und der vormalige Assistent Peci Alush in der Winterpause im gegenseitigen Einvernehmen getrennt haben, wird der Hauptrainer nun durch Goran Duvnjak unterstützt. Die beiden haben zusammen in der 1. Liga gespielt, kennen sich daher schon lange. Kovacevic schätzt seinen neuen Partner sehr: „Er ist ein super Typ, ihn können wir gut gebrauchen.“

 

Die Mutationen

Neben Duvnjak gibt es aber auch neue Spieler im Kader des FC Klingnau. Die Verpflichtung von Alessandro Renna wurde bereits im Januar publik gemacht. Neu hinzu gekommen sind neben Renna auch Mittelfeldspieler Ernest Basilua. Er kommt vom Lokalrivalen Koblenz an den Stausee. Ebenfalls im Mittelfeld eingesetzt werden kann Paul Mpoku. Er gehörte auch schon dem Koblenzer Kader an, wechselte dann aber zu YF Juventus Zürich und verstärkt ab sofort den FC Klingnau.

 

Aber auch in der Defensive gibt es Zuwachs beim Städtli-Club. Yves Scherrer wechselt vom FC Seefeld Zürich ins Zurzibiet. Die bevorzugte Position des 26-jährigen ist die des linken Verteidigers. Er kann aber auch in der Innenverteidigung eingesetzt werden. Scherrer hat fussballerisch schon viel erlebt, hat mit seinem neuen Trainer Kovacevic schon in Bade zusammengespielt und kann drei Kurzeinsätze in der 1. Mannschaft des FC Aarau in der Challenge League vorweisen. Das war im Jahr 2011.

 

Neben den Zuzügen gibt es aber auch Abgänge. Qendrim Aliaj wechselt zum FC Döttingen in die 4. Liga. Valon Ahmetaj, Kipoy Rigain und Pavo Maric verlassen den Verein in unbekannte Richtung. Mit allen Spielern hat sich der FC Klingnau aber im gegenseitigen Einvernehmen getrennt.

 

Die Erwartungen

Von den neuen Spielern wird viel erwartet. Sie sollen intensiv mithelfen, den FC Klingnau wieder in die vorderen Regionen der Tabelle zu bringen. Ganz einfach wird dies nicht, denn gleich zu Beginn wartet eine intensive Woche auf die Spieler. Diese beginnt am Samstag mit dem Derby in Koblenz und darauf folgt das Cup-Spiel in Beinwil. Trainer Kovacevic sagt: „Wir spielen zweimal auf einem kleinen Platz, da ist der Gegner sicher im Vorteil.“ Es sei aber klar, dass sein Team zweimal gewinnen wolle. Das Ziel ist also unmissverständlich: Koblenz soll zum dritten Mal in dieser Saison bezwungen und der Einzug in den Cup-Halbfinal soll sichergestellt werden.