Am übernächsten Wochenende startet in der 2. Liga Aargau der Spielbetrieb wieder. Nach der Vorrunde steht der einzige Zurzibieter Club auf dem zweiten Rang. Der FC Klingnau will sich damit nicht zufrieden geben.

«Duell zweier Leidensgenossen», war der Titel vor der Sechzehntelfinal-Begegnung im Aargauer Cup zwischen dem FC Klingnau und dem FC Gontenschwil. Am 25. September 2018 trafen zwei Mannschaften aufeinander, die zu diesem Zeitpunkt den Tritt noch nicht wie gewünscht gefunden hatten. Der FC Klingnau gewann dieses wichtige Spiel mit 4:0. Dieser Sieg löste den Knopf und die Städtli-Kicker drehten in der Folge auf.

Bereit für den Aufstieg?

Überwintert haben sie auf dem zweiten Platz, sechs Punkte hinter dem ungeschlagenen Leader aus Kölliken. Soweit so gut, denn das Saisonziel seitens der Zurzibieter ist klar: Im neuen Jahr im Aargauer Cup noch dabei sein und sich in der Meisterschaft auf den ersten drei Rängen festsetzen. Stand jetzt ist alles bestens. Dennoch sagt Präsident Roger Meier: «Wir werden Kölliken noch einholen.» Man hegt am Stausee also doch gewisse Aufstiegsambitionen. Verübeln kann man das den Verantwortlichen keinesfalls, denn wer will schon freiwillig Zweiter werden, wenn der erste Platz noch in absoluter Reichweite liegt?

Präsident Roger Meier traut der Mannschaft in der Rückrunde viel zu. (Bild: A. Crippa)

In der nächsthöheren Spielklasse, der 2. Liga interregional, könnte sich der FC Klingnau wohl gut halten. Die letzten drei Aufsteiger aus der 2. Liga Aargau, die Eagles Aarau, der FC Wettingen und der SC Schöftland, belegen zurzeit die Ränge drei, vier und sieben. Abstiegsgefährdet sind die Teams nicht. Ein Aufstieg käme daher für die Klingnauer nicht ungelegen. Präsident Meier sagt: «Die Mannschaft muss zusammenbleiben, dann hätten wir gute Chancen in der 2. Liga interregional.» Sportlich wäre der Aufstieg lukrativ, rein vom Rundherum weniger. «Leider verfügen wir nicht über eine optimale Infrastruktur für diese Liga», sagt Roger Meier.

Die Neuen sind bestens integriert

Zur Mannschaft sind im Winter auch drei neue Spieler gestossen. Asllan Tafaj ist ein routinierter Spieler, der vorderhand in der Innenverteidigung zum Einsatz kommen wird. Stjepan Kovacevic ist ein Stürmer, der viel Torgefahr ausstrahlt, aber auch hinter der Spitze eingesetzt werden kann. Der dritte neue im Bunde ist Marjan Jelec. Der 21-jährige kann im zentralen Mittelfeld sowie auch dem Flügel eingesetzt werden. Die Vielseitigkeit der Spieler wird auch von Präsident Meier geschätzt. «Es ist für uns ein grosser Vorteil, dass sie auf mehreren Positionen spielen können. Dadurch vergrössert sich der Konkurrenzkampf. Die drei neuen Spieler sind alle super Typen und haben sich schon gut ins Team integriert.»

Die drei Neuen werden in der Rückrunde mithelfen, Punkte für den FC Klingnau einzutüten. Schwierige Spiele stehen an, vor allem auswärts. Auf dem Mutschellen tritt Klingnau am 30. März an. In der Vorrunde hat er gegen den FCM eine 2:4-Heimniederlage kassiert, die es auszumerzen gilt. Ebenfalls schwierig wird es in Rothrist und Lenzburg werden. Die allerletzte Partie steht beim FCL an, wobei Roger Meier da die grösste Gefahr sieht. Er schätzt Lenzburg stark ein, sagt aber auch: «Vielleicht steht dann der Aufsteiger schon fest.»

Strafpunkte vermeiden

Im Aargauer Cup ist Klingnau ebenso noch dabei wie im Aufstiegsrennen. Der Cup liegt den Städtli-Kickern sehr gut. Seit dem Aufstieg in die 2. Liga im Jahr 2015 hat er ihn in drei Anläufen zweimal gewinnen können. Heuer folgt der dritte Angriff auf die Trophäe. Am 2. April wird der FCK auswärts gegen den Drittligisten FC Sarmenstorf treffen. Mit dem FC Mutschellen und dem FC Lenzburg sind auch zwei harte Konkurrenten noch im Rennen um den Platz an der Sonne. Roger Meier schätzt auch in dieser Hinsicht Lenzburg stärker ein: «Der FC Lenzburg kann uns den Cup-Sieg definitiv noch streitig machen.»

Trotz der vielen positiven Meldungen in der Vorrunde gibt es am Stausee noch Verbesserungspotenzial. Mit 35 Strafpunkten aus 13 Spielen steht die Mannschaft im Moment im Mittelfeld der «Fairnesstabelle». Das sind im Schnitt rund drei gelbe Karten pro Spiel. Diese Quote soll gesenkt werden. «Ende Saison wollen wir nicht mehr als 60 Strafpunkte auf dem Konto haben», sagt der Präsident. Die vielen Verwarnungen waren schon immer ein Problem des FC Klingnau, doch in der letzten und auch der aktuellen Spielzeit ist eine Verbesserung festzustellen. Fertig ist die Suche nach dem Ideal aber noch lange nicht. Genauso wenig ist sie es auf dem Feld. Idealerweise holt Klingnau das Maximum von 39 Punkten in der Rückrunde und steigt am Ende der Saison in die 2. Liga interregional auf. Die Mission «erfolgreiche Rückrunde» startet am Sonntag, 24. März zuhause in Klingnau auf dem Sportplatz Grie. Um 16 Uhr empfängt der FC Klingnau den FC Oftringen.