Nach einer bescheidenen Vorrunde hat sich der FC Klingnau von seinem Trainer Gianluca Pasanisi getrennt. Die Suche nach einem Nachfolger läuft.

7 Punkte aus 13 Spielen. Zusätzlich das Out in der Qualifikation zum Schweizer Cup. Der Aufsteiger in die 2. Liga inter hat sich seine Vorrunde auf jeden Fall anders vorgestellt. Der neue Trainer, Gianluca Pasanisi, war auf diese Saison hin verpflichtet worden. Nun folgt nach einem halben Jahr bereits die Trennung – im gegenseitigen Einvernehmen. Dies teilt der Verein am Wochenende mit.

Als Gianluca Pasanisi beim FC Klingnau vorgestellt wurde, offenbarte er, dass er schon vor zwei Jahren ein erstes Mal mit Präsident Roger Meier Kontakt gehabt habe. Es sei Liebe auf den ersten Blick gewesen zwischen ihm und der Vereinsführung. Deshalb habe er diesen Job als Klingnau-Trainer im Sommer unbedingt haben wollen. Nun ist diese Liebe aber zerbrochen, Pasanisi muss in Klingnau den Hut nehmen.

Resultate werden zum Verhängnis

Präsident Roger Meier erläutert: „Wir haben uns sicher mehr erhofft von Gianluca, müssen allerdings auch zugeben, dass wir die Situation mit der neuen Liga auch ein wenig unterschätzt haben.“ Man sei für die Gegner auch ein bisschen zu leicht durchschaubar gewesen, sagt Meier weiter und weist darauf hin, dass man sich hierfür mehr Inputs vonseiten des Trainerteams erwünscht hätte. Mit Gianluca Pasanisi müssen auch seine beiden Assistenten Marcos Rey und Husein Redzic den Verein verlassen. Dass es zu einer Trennung kommen könnte, war sich Pasanisi nach dem Ende der Vorrunde bewusst – vor allem, weil die Resultate nicht dem entsprachen, was sich der Verein und auch er selbst vorgestellt hatten.

Ligaerhalt hat Priorität

Nun hat der FC Klingnau genügend Zeit, um einen geeigneten Nachfolger zu finden. Der Plan von Roger Meier ist, dass dieser aber schon nächste Woche vorgestellt werden kann. Er sagt, dass es mehr als einen Kandidat für den Posten gebe und dass auch schon Gespräche geführt wurden. Namen kann er zum jetzigen Zeitpunkt aber noch keine nennen. Klar ist jedoch, dass der FC Klingnau auf einen Mann setzen will, der auf dem Niveau der 2. Liga inter einen gewissen Erfahrungsschatz mitbringt.

In der Rückrunde ist auf jeden Fall der Ligaerhalt das oberste Ziel, auch wenn im Vorfeld der Saison vom vorderen Mittelfeld gesprochen wurde. Der neue Mann – wer er auch immer sein wird – wird in der Vorbereitung Zeit haben, die Mannschaft wieder zu einer verschworenen Truppe zusammenzuführen, denn zuletzt soll es auch intern nicht mehr immer gestimmt haben. Der Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz beträgt drei Punkte. Durchaus im Bereich des Möglichen.