Aufgrund der Coronakrise ist die Meisterschaft in der 2. Liga inter abgebrochen worden. Der auf einem Abstiegsrang liegende Städtli-Club sichert sich dadurch den Ligaerhalt. Den neuen Trainer, der auf die Rückrunde gekommen ist, wechselt er trotzdem aus.

Nachdem sich der FC Klingnau nach der Hinrunde dieser Saison von Gianluca Pasanisi getrennt hat, wurde Domagoj Karadza als neuer Trainer vorgestellt. Dieser war zuvor beim FC Neuenhof tätig und führte mit seinem Team die Tabelle der 3. Liga an. Er hätte den FC Klingnau, der zur Saisonhälfte auf einem Abstiegsrang lag, zum Ligaerhalt führen sollen. Die Coronakrise verunmöglichte bisher einen Einsatz des neuen Chefs in einem Ernstkampf. Und diesen wird es auch nicht mehr geben, denn der Verein und der Trainer haben die Zusammenarbeit bereits wieder beendet. Es gab unterschiedliche Auffassungen bezüglich Kaderzusammenstellung für die kommende Spielzeit. Im Endeffekt haben beide Parteien die Dissonanz akzeptiert und sich einvernehmlich getrennt.

Den Jungen eine Perspektive bieten

Vorerst hat Sportchef Samir Bajramovic die Zügel in die Hand genommen. «Ich wollte Ruhe in die Mannschaft hineinbringen», sagt er. Zudem zeigt er sich für das Kader der kommenden Saison verantwortlich, das nach dem Abbruch der Saison kampflos den Ligaerhalt in der 2. Liga inter erreich hat. Die Devise ist klar: Der FC Klingnau will vermehrt auf Talente aus dem eigenen Nachwuchs und der nahen Region setzen. Mit ihnen soll der Ligaerhalt in der 2. Liga inter auch in der neuen Saison erreicht werden, aber «nicht um jeden Preis», wie Bajramovic sagt.

Samir Bajramovic

«Wir wollen den jungen Spielern eine Perspektive bieten. Wenn wir das nicht tun, wandern alle ab. Dabei wäre es gerade für einen Dorfverein wie Klingnau wichtig, viele Spieler aus der nahen Region zu haben.» Dieses Projekt wolle man jetzt an die Hand nehmen. Unterstützt werden sollen die jungen Spieler von arrivierten Kräften, die schon länger im Verein sind, wie zum Beispiel Captain Brahim Maloki. Er hat für die neue Saison ebenso wie mehrere andere Akteure aus dem aktuellen Kader zugesagt.

Wer das Amt von Domagoj Karadza übernimmt, steht noch nicht fest. «Es ist Mitte Mai, wir haben noch genügend Zeit, einen neuen Trainer zu finden», sagt Sportchef Bajramovic. Dass er die 1. Mannschaft übernimmt, ist nicht angedacht. «Das ist die Notlösung.»