Im viertletzten Spiel der Saison tragen die Klingnauer einen wichtigen 1:3-Auswärtssieg davon. Nun folgen zwei Heimspiele vor einem möglichen Showdown im Fernduell zum Schluss.

«Das war ein richtig schwieriges Spiel. Wir sind auf einen starken Gegner getroffen, haben unsere Aufgabe aber sehr gut gelöst», bilanzierte Trainer Danijel Kovacevic nach der Auswärtspartie in Rothrist. Das Niveau sei zudem sehr hoch gewesen, meinte er weiter.

Die Klingnauer Gäste kamen bei ihrem Gastspiel zunächst sehr gut in die Partie, hatten aber auch reichlich Glück, dass sie nicht schon in den ersten zehn Minuten in Rückstand gerieten. Das lag zum einen an einem starken Beytullah Köroglu im Tor, zum anderen auch am Pech, das den Rothristern ein wenig an den Schuhen haftete. Goalie Köroglu parierte schon nach wenigen Minuten sensationell mit dem Fuss gegen den herannahenden Stürmer und verhinderte so, dass seine Mannschaft einen Rückstand aufholen musste.

Doppeltorschütze Gusturanaj

Auf der Gegenseite waren es nach zwölf Minuten dafür die Klingnauer, die die Führung erzielen konnten. Im Strafraum setzte Stürmer Nexhdet Gusturanaj zu einem Dribbling an, als sein Gegenspieler ausrutschte und so den Weg für einen Torschuss freimachte. Gusturanaj liess sich nicht zweimal bitten und versenkte den Ball zum 0:1.

Die Klingnauer jubeln über ihren zweiten Treffer. Torschütze ist Nexhdet Gusturanaj. (Foto: S. Bajramovic)

Nach dem ersten Treffer rissen die Gäste das Spieldiktat definitiv an sich und drückten sogleich auf den zweiten Torerfolg. Dieser gelang ihnen nach einer halben Stunde. Alessandro Renna eroberte im Mittelfeld den Ball und spielte Gusturanaj wunderbar an. Dieser blieb daraufhin cool und abgeklärt und verwandelte zum 0:2.

FC Rothrist erzielt den Anschlusstreffer

Bis zur Pause war es dann der FC Rothrist, der mehr in der offensiven Zone zu sehen war, zu grossen Möglichkeiten kam er aber vor dem Seitenwechsel nicht mehr. Auch nach dem Tee hatten die Angriffsbemühungen der Hausherren Bestand. Die Gäste hielten diesen aber stand. Daraus ergaben sich auch einige Möglichkeiten für Tore nach Kontern. Doch der FC Klingnau verspielte diese allesamt. «Wir agierten ein bisschen zu überhastet in diesen Situationen», meinte Danijel Kovacevic.

In der 92. Minute konnte Volkan Karaboga doch noch für das Heimteam einnetzen. Nach einer erneuten Parade von Köroglu kam der Stürmer nach einer Flanke zum Kopfball und verwandelte zum Anschlusstreffer.

Drei Spiele ausstehend

Der FC Klingnau reagierte aber umgehend, obschon nicht mehr viel Zeit dafür blieb und er in der Nachspielzeit auch den Vorsprung hätte verwalten können. Der eingewechselte Asllan Tafaj eroberte den Ball und kam nach einem Doppelpass wieder in Ballbesitz. Nachdem er einen Verteidiger hatte aussteigen lassen, versenkte er den Ball via Innenpfosten im Tor. Es war die Entscheidung in diesem Spitzenspiel – mit dem besseren Ende für den FC Klingnau.

«Das war eine hervorragende Mannschaftsleistung heute – von allen», freute sich Trainer Kovacevic nach dem Spiel. Sein Team habe das schnelle Umschaltspiel sehr gut umgesetzt, er sei zufrieden. Die nächsten beiden Partien bestreitet der FC Klingnau zuhause auf dem Sportplatz Grie. Zuerst gastiert der FC Suhr am Sonntag im Zurzibiet. Anpfiff ist um 16 Uhr. Klingnau führt in der Tabelle weiterhin zwei Punkte vor dem FC Kölliken. Holt der FC Klingnau in den verbleibenden drei Spielen sieben Punkte, ist der Aufstieg perfekt. Den nächsten Schritt will er dafür am Sonntag klarmachen.

FC Klingnau: Köroglu; Gjokaj, Scherrer, Maloki, Kabashaj; Günes, Golaj, Renna, Shabani (64. Bicvic); Gusturanaj (89. Tafaj), Thaqaj (75. Paraszhidisz).