Die Fussballer aus dem Städtli haben in der Kantonshauptstadt ein 2:2 geholt. Angesichts der Verletzten ist man mit diesem zufrieden.

 

von Alessandro Crippa

Auswärtsspiele sind immer schwierig. Diejenigen in Aarau sowieso. Sie finden nämlich auf Kunstrasen statt und einen solchen haben die wenigsten Teams vor der Haustür. Er verhält sich anders als Naturrasen, eine Umstellung ist nötig. Und womöglich auch deshalb – aber auch weil die Innenverteidiger Maric und Parazhidisz fehlten – war Klingnau-Trainer nach dem Spiel gegen den FC Eagles Aarau mit dem 2:2 zufrieden. Es widerspiegle in etwa das Spielgeschehen und die -anteile.

 

Führung und Ausgleich innert Kürze

Tore fielen bis zur Pause keine, doch der erste Jubel liess nicht lange auf sich warten, nachdem die Teams aus der Garderobe zurückkehrten. Brahim Maloki schoss seine Farben in der 57. Minute in Front.

Nach einem Freistoss für die Gäste fiel dem Erwähnten das Spielgerät vor die Füsse. Aus 16 Metern schlenzte der Mittelfeldmotor wunderbar in die obere Torecke. Doch die Freude währte nur kurz.

Knappe zwei Zeigerumdrehungen später kam das Heimteam zum Ausgleich. Die Klingnauer Hintermannschaft brachte den Ball nicht aus der Gefahrenzone. Auch in dieser Szene fiel der Ball ausserhalb des Strafraums einem Gegner in die Füsse. Dieser überlupfte die Abwehr gekonnt. Dahinter konnte Drilon Qelaj übernehmen und Joel Lüthi zum Ausgleich bezwingen.

 

Ballverlust führt sogleich zum Rückstand

Danach wog das Spiel lange hin und her. Beide Mannschaften versuchten, den Führungstreffer zu erzielen, aber nicht mit aller Vehemenz.  Es gab einige Chancen für beide Parteien, Zählbares resultierte aber nicht.

Das änderte sich in der 82. Minute aber schlagartig. Qendrim Aliaj verpasste es, den Ball zu klären und verlor ihn an einen Aarauer. Dieser zog einen Sprint an und bediente seinen Mitspieler Avni Hasanramaj. Dieser netzte dann gekonnt zum 2:1 ein.

 

Ahmetaj erzielt ein spezielles Tor

Lange war nicht mehr zu spielen. Klingnau versuchte noch, den Ausgleich zu erzielen. Zwei Minuten vor Schluss bekamen die Gäste einen Freistoss zugesprochen. Da dieser an der Mittellinie ausgeführt werden musste, eilten alle nach vorne. Valon Ahmetaj flankte den Ball in den Strafraum. Die Flanke wurde länger und länger. Eagles-Torhüter Dardan Neziri eilte aus dem Kasten und wollte den Ball aus der Luft pflücken. Doch er unterlief ihn und der Ball flog an Freund und Feind vorbei ins Tor. Ein nicht ganz alltäglicher Treffer und dann war er erst noch so viel wert.

 

Am Mittwoch in Brugg zu Gast – mit Arbnor Gjokaj?

Ganz diesem Punkt in Aarau schliesst Klingnau zum FC Koblenz auf – beide weisen neu 27 Punkte auf. Die Zurzibieter liegen auch nach wie vor auf den Rängen zwei (Koblenz) und drei (Klingnau). Dahinter kommt Othmarsingen mit 26 Zählern. Diese haben sie dank einem 5:2-Sieg gegen den FC Brugg erreicht. Apropos Brugg: Das ist am Mittwoch bereits der nächste Gegner der Klingnauer, wieder müssen sie auswärts ans Werk. Trainer Kovacevic gibt sich kämpferisch: «Auswärtsspiele sind nie einfach, aber wir fahren nach Brugg, um drei Punkte zu holen.»

Eventuell muss er dann auf Arbnor Gjokaj verzichten, was er natürlich nicht hofft. Der Flügelspieler verletzte sich kurz vor der Pause am Kopf und musste ins Spital gebracht werden. Eine Platzwunde neben dem Auge musste mit zwei Stichen genäht werden. Ob es dem 29-jährigen für einen Einsatz reicht, ist deshalb noch ungewiss.

 

FC Klingnau: Lüthi, Juric, Bektasi, Kabashaj, Randazzo; Gjokaj (46. Adili), Maloki, Kalyon, Aliaj (83. Stauffer); Ahmetaj; Gusturanaj.