Die Aaretaler werden ihrer Favoritenrolle im ersten Spiel der Rückrunde nicht gerecht. Gegen Spreitenbach verliert der FC Klingnau mit 3:1.

 

von Alessandro Crippa

«Es ist blöd gelaufen», meinte der Klingnauer Trainer Danijel Kovacevic nach dem Spiel nüchtern. Man habe das Spielgeschehen bis zur 50. Minute grossmehrheitlich im Griff gehabt und dann fällt aus einer unglücklichen Situation heraus der Ausgleich.

Nach einer Viertelstunde hatten die Klingnauer nämlich bereits reüssiert. Ein langer Ball aus dem Mittelfeld heraus fand Topscorer Nexhdet Gusturanaj. Dieser konnte alleine auf den Torhüter losziehen und verwandelte sicher zwischen dessen Beine hindurch zur Führung für die Gäste. Es war bereits der 15. Saisontreffer für den Stürmer.

 

Neuer Torhüter zeichnet sich aus, Ausgleich kommt dennoch

Die Pausenführung ging in Ordnung, denn Klingnau hatte mehr Spielanteile. Zwar kam auch Spreitenbach noch zu einer guten Möglichkeit, die aber der neue Torhüter Flamur Selmani mit einer tollen Parade vereiteln konnte.

In der 52. Minute folgte aber der Ausgleich. Klingnau verlor auf der linken Seite den Ball. Die Flanke in die Mitte erreichte Stürmer Labinot Osmani, der keine Mühe hatte, das 1:1 zu erzielen.

 

Zwei fast identische Tore

Der Rest des Spiels ist schnell erzählt. Klingnau versuchte weiterhin alles, um den Sieg zum Rückrundenstart zu holen. Doch es sollte nicht sein. Eine Viertelstunde vor dem Ende der Partie ging Spreitenbach in Führung. Nach einer neuerlichen Hereingabe über die rechte Angriffsseite der Limmattaler schlug Innenverteidiger Pavo Maric unter dem aufspringenden Ball durch. Wieder stand Labinot Osmani bereit und traf zum 2:1 für das Heimteam. Auch der Angreifer aus Spreitenbach hat nun 15 Treffer auf seinem Konto.

Trainer Kovacevic musste handeln. «Dann haben wir aufgemacht». Heisst so viel, wie dass alles in die Waagschale geworfen wurde, um wenigstens noch den Ausgleich zu erzielen. Doch der Plan ging nicht auf. In der Schlussminute lief man in einen Konter der Hausherren hinein. Die Flanke kam wiederum von rechts und Arbnor Gjokaj konnte den Ball nicht klären. Er sprang ihm über den Fuss. Stefan Nikodijevic verwandelte alleinstehend vor Flamur Selmani und machte so den Sack definitiv zu.

 

Spitzenspiel gegen Othmarsingen folgt

Die Niederlage ärgert die Klingnauer natürlich, den Weltuntergang bedeutet sie aber nicht. «Wir haben gewusst, dass Spreitenbach erstarkt ist», resümierte Kovacevic nach der Partie. Recht hat er, denn die Limmattaler haben nach einem miserablen Saisonstart mit nur einem Punkt aus sieben Spielen den Dreh doch noch rausbekommen. Die letzten sieben Spiele wurden alle mindestens mit einem Unentschieden abgeschlossen (sechs Siege).

Für Klingnau geht es am kommenden Freitag gegen Othmarsingen weiter. «Jetzt geht es darum, die Jungs wieder aufzubauen und zu motivieren für dieses Spitzenspiel», blickt Danijel Kovacevic voraus. Anpfiff auf dem Grie Sportplatz ist um 20.15 Uhr.

  

   FC Klingnau: Selmani; Gjokaj, Maric, Bektasi, Kabashaj; Ahmetaj, Kalyon, Maloki (84. Bicvic), Randazzo (82. Aliaj); Paraszhidisz (72. Hashani); Gusturanaj.